Dommuseum

Domhof 18-21, 31134 Hildesheim


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c/o LICHTUNGEN
Sigrid Sandmann
Maria Elena Schmidt

Seit dem Mittelalter gibt es im Dom mehrere Schatzkammern mit wertvollen Reliquiaren. Mit gezielten Ankäufen und Schenkungen von mittelalterlichen Schatzkunst aus säkularisierten Klöstern und Stiften aus dem Hildesheimer Raum, konnte im 19. Jahrhundert eine museale Sammlung zusammengestellt werden. Die Initiative ein Diözesanmusem zu gründen gab schließlich Bischof Eduard Jakob Wedekin (1796-1870).

Durch die Zerstörung des Hildesheimer Doms beim großen Bombenangriff 1945 wurden die Sammlungsräume ebenfalls vernichtet. Die Kunstobjekte konnten jedoch vorher bereits in Sicherheit gebracht werden und überstanden den Krieg unbeschädigt.

Im Jahr 1960 wurde in die Schatzkammer im Dom wieder eröffnet, in der jedoch nur ein kleiner Teil der Exponate Platz fand. Im ehemaligen Kapitelhaus über der Domsakristei sowie im angrenzenden Rittersaal konnten 1978 weitere Räumlichkeiten für das Museum gewonnen werden, wo seit 1988 regelmäßig Sonderausstellungen stattfanden. Seither ist der Bestand durch weitere Ankäufe und Dauerleihgaben aus Kirchen und Einrichtungen des Bistums erheblich gewachsen.

Durch die Sanierung des Hildesheimer Doms seit 2010 wurde auch das Dommuseum geschlossen und die bedeutenden Kunstwerke waren in Ausstellungen verschiedener Museen zu sehen, etwa im Roemer- und Pelizaeus-Museum Hildesheim, im Bode-Museum in Berlin und im Metropolitan Museum of Art in New York.

Für die Besucher ist das Dommuseum seit dem 18. April 2015 wieder zugänglich und verfügt nun über deutlich mehr Räume, um den international bedeutenden Domschaft auszustellen. Die Ausstellungsfläche ist von ehemals 200m² auf mehr als 800m² angewachsen.

Der Eingang befindet sich nun im Domfoyer, das aus der ehemaligen Domschule hervorgegangen ist. Über dieses gelangen die Besucher in den oberen Kreuzgang, der erstmals öffentlich zugänglich ist. Dort werden Grabdenkmäler aus sieben Jahrhunderten gezeigt. Das neue Highlight ist die profanierte und umgebaute Antoniuskirche, die jetzt über zwei Stockwerke verfügt und um einen zweigeschossigen Neubau ergänzt wurde. In diesem befindet sich nun der Domlettner, die ehemalige Chorschranke des Doms aus der Zeit der Renaissance.

Als Zeugnis der Geschichte der Domburg und der Stadtentwicklung Hildesheims wurde die während der Sanierung freigelegte Bernwardmauer in den Neubau integriert.

Links
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